Podoätiologie - Podomedicalsystems

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Der Denkansatz der Osteopathie,
den Körper als funktionelle Einheit zu betrachten
und die Ätiologie
(=Ursache) der
Beschwerdesymptomatik aufzudecken
ist Dreh und Angelpunkt in
der PodoÄtiologie 
nach Lydia Aich®

In der PodoÄtiologie  vereinen sich verschiedene Wissensgebiete:

Funktionelle Anatomie
Neurophysiologie
Biomechanik
Orthostatik

Verknüpft wird das Basiswissen mit verschiedenen Erkenntnissen aus der ganzheitlich-osteopatischen Medizin,
die den Menschen in seiner Einheit betrachtet.


Alle unsere Bewegungen erfolgen in Muskelkettenreaktionen, sogenannten Bewegungsmustern,
und beginnen oder enden immer in der Basis unseres Körpers… unseren Füßen -
doch nicht jeder Schmerz der sich in unseren Füssen zeigt, hat dort auch seine Ursache.

Durch Aktivierung oder Hemmung der jeweilig betroffenen Muskelketten wird der Körper wieder in ein harmonisches Gleichgewicht gebracht.
Verspannte Muskulatur lockert sich, erschlaffte Muskulatur gewinnt wieder an Spannung.
Durch den Einsatz der propriozeptiven Therapiesohle, im Alltag oder auch im Sport, lassen sich im Gehirn manifestierte Körperfehlhaltungen
in wesentlich kürzerer Zeit wieder umprogrammieren, so dass eine schnellere Optimierung der Körperstatik erreicht wird.
Und das, im wahrsten Sinne des Wortes,
„Schritt für Schritt" !


Von Kopf bis Fuss - von Zahn bis Zeh

Die Stimulation der Propriozeptoren der Fußsohle provoziert zahlreiche Reflexe. Es handelt sich dabei um monosynaptische Reflexe, die auf die Fußsohle selbst abzielen, als auch um polysynaptische Reflexe, die den ganzen Körper betreffen. Auf diese Weise sammelt jeder Körperabschnitt Informationen aus einem größeren afferenten Gebiet und ergänzt den efferenten  Informationsfluß.

Diese Stimulationspunkte sind nicht identisch mit denen der Fußreflexzonen!

Die koordinative Steuerung erfolgt über das zentrale Nervensystem eingeleitet durch das vestibuläre System. Hier werden Informationen aus den Propriozeptoren der Augen, der Ohren, den Kopfgelenken, den Kiefergelenken und den Propriozeptoren aus Muskeln und Gelenken gesammelt und koordiniert. Efferent erfolgt eine Optimierung der Statik an die jeweils aktuelle Situation.
Handelt es sich um absteigende Ursachen ist es unabdingbar die funktionelle Zahnmedizin und Kieferorthopädie als auch die Optometrie in das interdisziplinäre Arbeiten zu integrieren. Durch die propriozeptive Therapeisohlenversorgung werden die Auswirkungen aufs System zurückprojeziert und die Diagnostik um ein mehrfaches vereinfacht. Somit ist in Zusammenarbeit der Disziplinen eine korrekte und effektive Arbeitsweise in Form eines Zeitraffers zu erzielen. Bei absteigenden Ursachen ist die Sohle eine begleitende Maßnahme aber auch ein probates Mittel zur Kontrolle - denn Verschiebungen im Micromillimeterbereich des Bisses spiegeln sich als Zentimeterverschiebungen in allen Achsenbereichen des Beckens wieder.

Handelt es sich primär um eine aufsteigende Kette erfolgt nach einer Tragezeit von 6-8 Wochen eine Nachkontrolle. Bei absteigenden Ketten richtet sich die Nachkontrolle nach den erforderlichen zahnmedizinischen Maßnahmen. In beiden Fällen wird der aktuelle Status der bis dahin veränderten Gesamtkörperstatik ermittelt. Der Aufbau der Sohle wird erneut kontrolliert durch das Vermessen auf dem Podoskop, die Sohle aktualisiert und dementsprechend verändert. In den meisten Fällen ist damit die Problematik einer physiologischen Norm angeglichen. Durch ein regelmäßiges Tragen der Sohle wird sich über die spinalen Zentren und das ZNS dieses optimierte Bewegungsmuster automatisieren.
Primär ist jedoch immer das Ziel die veränderten Bewegungsmuster bzw. Rotationen zu normalisieren um dem Körper die Möglichkeit zu geben seine Basis - den Fuß - wieder in seiner dreidimensionalen Form und Struktur funktionieren zu lassen.

Ein Problem aktiv anzugehen ist immer besser als es nur passiv beheben zu wollen


Was passiert, z.B. bei einem Knick-Senk-Spreiz-Fuß, eigentlich wirklich? Die Fußgewölbe, die normalerweise durch Muskulatur und Bänder aufrecht gehalten werden, sind erschlafft und die Gewölbe sinken dadurch ab. Folglich verändert sich die Basis der Auflagefläche unseres Körpers. Bei diesem Absinken eines oder beider Fußgewölbe wird sich ganz automatisch eine Kettenreaktion in den darüberliegenden Gelenken und der Wirbelsäule einstellen, um eine einigermaßen aufrechte Körperhaltung zu gewährleisten. Diese Kettenreaktion wird sich in der betroffenen Muskulatur wiederspiegeln und Verspannungen hervorrufen, welche Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Knie - oder Hüftprobleme oder auch ständig gleich gelagerte Muskelverletzungen z.B. im Sport zur Folge haben.
Aber auch ein ursächliches Knieproblem z.B. eine Meniskusverletzung oder Hüftschmerzen werden im Laufe der Zeit ihr Gangbild und somit die Belastung des Fußes und seine Form verändern. So lassen sich die Fußabdrücke eines Menschen wie eine Karte seines anatomischen Wohlbefindens lesen.

In der heutigen Medizin werden vermehrt aktive Maßnahmen eingesetzt. Der herkömmliche Gipsverband bei Bänderrißen am Sprunggelenk z.B. wird heute mit Schienen oder funktionellen Verbänden versorgt um einem „Muskelschwund" vorzubeugen. Nach jeder Operation wird sobald als möglich mit aktiver Bewegung und Belastung begonnen, denn Passivität wird unsere Muskulatur zur Inaktivität bringen und unsere Körperhaltung verändern. Durch die Physiotherapie wird der Patient angeleitet sich „neu" zu bewegen. In der Rückenschule  wird gelehrt wie man Haltung in verschiedenen Lebensbereichen rückenschonend einsetzen kann. Das sind Lernprozesse die ihre Zeit brauchen. Aktive Einlagen können diese Prozesse beschleunigen und automatisieren neue Bewegungen.

 
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